vorher-nachher: Sessel mit Wiener Geflecht
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Für mein erstes Buch Aufgemöbelt! Vom Flohmarktfund zum Statement Piece habe ich mir einen kleinen Sessel mit Wiener Geflecht vorgenommen – ein Möbelstück, das auf den ersten Blick eigentlich schon verloren schien. Die Sitzfläche war komplett beschädigt und hätte klassisch neu geflochten werden müssen. Genau hier wollte ich bewusst einen anderen Weg zeigen: Man muss nicht flechten können, um einen Stuhl zu retten.

Statt das Wiener Geflecht zu ersetzen, habe ich mich für ein festes Sitzpolster entschieden. Die handwerklichen Details dazu erkläre ich ausführlich im Buch – hier nur so viel: Das neue Polster gibt dem Sessel nicht nur Stabilität, sondern auch eine ganz neue Funktionalität. Das Gestell habe ich anschließend mit einem besonderen Stoff neu interpretiert: belgisches Leinen, bedruckt mit Schmetterlingen. Ein Stoff, der sofort Leichtigkeit, Bewegung und Persönlichkeit ins Möbel bringt.

Passend dazu entstand ein rundes Zierkissen mit einer senffarbenen Bommelborte, die das Design spielerisch aufgreift. Diese Farbe findet sich auch im Stuhlgestell wieder, das ich bewusst senffarben lackiert habe. Das vorhandene Rattangeflecht habe ich nicht entfernt, sondern sorgfältig aufgearbeitet, in Teak gebeizt und klar lackiert. So bleibt die ursprüngliche Materialität erhalten – nur eben neu interpretiert.

Dieses Projekt war bewusst aufwändiger, weil es exemplarisch zeigt, wie kreativ Möbelaufarbeitung sein kann. Der Sessel ist inzwischen verkauft und hat eine glückliche neue Besitzerin gefunden. Wer tiefer in solche Projekte einsteigen möchte, findet alle Arbeitsschritte, Ideen und Hintergründe ausführlich in meinem Buch „Aufgemöbelt! Vom Flohmarktfund zum Statement Piece“.
