vorher-nachher: Bücherregal aus zwei Korpussen
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Dieses Projekt begann mit zwei einzelnen Korpussen, die offensichtlich schon einige Jahrzehnte hinter sich hatten. Beide waren eichefurniert, außen stark beschädigt und ihre ursprüngliche Funktion ließ sich nicht mehr eindeutig bestimmen. Aufgrund der sehr kubischen Form, der Eichenfurnierung und der Messinghülsen als Fachbodenhalter gehe ich davon aus, dass sie ursprünglich aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, vermutlich aus den 1930er- oder 1940er-Jahren, stammt.

Genau dieser reduzierte, klare Stil hat mich sofort angesprochen.
Statt die beiden Korpusse getrennt zu betrachten, habe ich mich für ein Upcycling mit Mehrwert entschieden:
Ich habe die beiden Elemente zusammengeleimt und daraus die Basis für ein neues Möbelstück geschaffen. Anschließend habe ich einen passgenauen Sockel angefertigt und untergebaut, um dem Möbel Stabilität, Höhe und eine klare Proportion zu geben.

Für die Gestaltung habe ich mich bewusst für ein ruhiges, zeitloses Farbkonzept entschieden.
Die Außenseiten wurden in einem gedeckten Olivton lackiert, der wunderbar mit der klaren Form harmoniert. Die Innenseiten habe ich mit einem pigmentierten Öl behandelt, um das Eichenfurnier aufzufrischen und die Holzstruktur zu betonen. Der Sockel erhielt einen Anthrazitton, der dem Bücherregal einen sicheren Stand und einen modernen Kontrast verleiht.

So entstand aus zwei beschädigten Einzelteilen ein hochwertiges Bücherregal, das ich zunächst selbst genutzt habe – und das inzwischen verkauft ist. Ein schönes Beispiel dafür, wie sich mit handwerklicher Möbelverarbeitung und Upcycling funktionale, langlebige und ästhetische Möbelstücke schaffen lassen.

Dieses Vorher-Nachher-Projekt zeigt einmal mehr, wie viel Potenzial in alten Möbelteilen steckt – selbst dann, wenn ihre ursprüngliche Nutzung nicht mehr eindeutig nachvollziehbar ist.



