vorher-nachher: Rolladenschränke in Petrol
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Diese beiden kleinen Schubladenschränke haben ganz offensichtlich schon mehr als ein Leben hinter sich. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie ursprünglich einmal die Seitenteile eines kleinen Schreibtischs waren – so, wie man sie früher in Polizeipräsidien oder Großraumbüros der 1930er- und 1940er-Jahre kannte. Kleine Arbeitsplätze, oft mit beidseitigen Schubladen oder Rollläden, manchmal nur auf einer Seite.


In meinen Augen waren diese Möbel also bereits einmal upgecycelt worden: Die ursprüngliche Tischplatte wurde entfernt und durch kleinere, passende Abdeckplatten ersetzt. Aus einem Schreibtisch wurden zwei eigenständige Möbelstücke.
Und genau hier beginnt das zweite Upcycling.
Die beiden Mini-Schubladenschränke waren funktional, aber optisch nicht mehr zeitgemäß. Deshalb habe ich mich für ein mutiges, aber klares Farbkonzept entschieden:
Ein sattes Petrol für den Korpus, kombiniert mit schwarz lackierten Rollläden. Eine Farbkombination, die modern wirkt aber den industriellen Charakter unterstreicht.

Nach dem die beiden Schränke einen neu angefertigten Sockel bekommen haben, wurden sie fachgerecht vorbereitet und neu lackiert, die Rollläden überarbeitet und farblich abgesetzt. Das Ergebnis sind zwei ausdrucksstarke Unikate, die sofort ins Auge fallen.

Die beiden Schränkchen waren übrigens sofort verkauft: Ein Architekt war direkt begeistert von der Idee und dem Ergebnis und hat sie mir abgekauft. Ein schönes Beispiel dafür, wie Möbelaufarbeitung und Upcycling nicht nur nachhaltig sind, sondern auch zeitgemäßes Design hervorbringen können.

Ich finde: Diese kleinen Schubladenschränke zeigen sehr schön, wie viel Potenzial in alten Möbeln steckt – besonders dann, wenn sie bereits eine Geschichte mitbringen.
