vorher-nachher: Buffetschrank als Statement-Piece
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Dieser Buffetschrank aus der Zeit um 1900 war in einem Zustand, bei dem zunächst durchaus die Frage im Raum stand, ob sich eine Aufarbeitung noch lohnt. Eine klassische Holzaufarbeitung hätte sehr viel Zeit und Aufwand bedeutet und wäre wirtschaftlich kaum sinnvoll gewesen. Deshalb habe ich mich bewusst für einen anderen Ansatz entschieden: ein klares, gestalterisches Upcycling.

Der Schrank wurde außen in einem kräftigen Türkiston lackiert. Das Ziel war, dem Möbelstück eine neue Präsenz zu geben und es deutlich aus seiner ursprünglichen Anmutung herauszuholen. Der Innenraum wurde in einem satten Rotton gestaltet, der einen starken Kontrast bildet und den Schrank auch geöffnet sehr präsent wirken lässt.

Im oberen Bereich des Buffets, dem Vitrinenteil, habe ich eine neue Rückwand über die vorhandene Wand gesetzt, um eine homogene Fläche zu bekommen und die vorhandenen Fachböden durch einen Glasboden ersetzt. Dadurch wirkt der Schrank insgesamt leichter und moderner, und der Inhalt tritt stärker in den Vordergrund.

Die Deckplatte des Buffet-Unterschranks sowie der obere Kranz wurden nicht lackiert, sondern in einem dunklen Nussbaumton gebeizt. Diese Entscheidung betont die Holzstruktur und schafft einen ruhigen, verbindenden Rahmen zwischen den kräftigen Farben. Passend dazu habe ich neue Beschläge mit Rostoberfläche ausgewählt. Sie greifen den Holzton auf und sorgen für einen stimmigen Übergang zwischen Farbe, Holz und Metall.


Vor der Aufarbeitung wirkte dieses Möbelstück nahezu aussichtslos. Nach dem Upcycling ist daraus ein klares Statement-Piece und ein echtes Unikat geworden. Dieses Projekt zeigt sehr deutlich, dass es sich lohnt, Zeit und Arbeit in ein Möbelstück zu investieren – selbst dann, wenn der ursprüngliche Zustand wenig Potenzial vermuten lässt.

