vorher–nachher: 3,60 m Mid-Century-Tisch
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Für einen langjährigen Kunden, der bereits mehrere von mir aufgearbeitete Mid-Century-Möbelstücke für seine Büroräume und privat erworben hatte, durfte ich diesmal einen passenden Konferenztisch realisieren. Gesucht war ein Tisch für einen Besprechungsraum, der sich harmonisch in das bestehende Interior einfügt und zugleich funktional wie repräsentativ ist.

Gefunden habe ich ein außergewöhnliches Modell aus den 1960er bis 1970er Jahren: ein Mid-Century-Konferenztisch mit einer Länge von beeindruckenden 3,60 Metern. Die Tischplatte läuft zu beiden Seiten konisch zu und erinnert in ihrer Form ein wenig an den Rumpf eines Schiffs. Diese Form eignet sich hervorragend für Besprechungen, da alle Teilnehmenden gut im Blick bleiben und der Tisch eine angenehme Dynamik im Raum erzeugt.


Die Tischplatte ist teakfurniert und verfügt zusätzlich über eine praktische Ablage unterhalb der Platte. Bevor die Oberfläche neu gestaltet werden konnte, wurde sie vollständig abgeschliffen. Anschließend habe ich das Holz gewässert, mehrfach in einem warmen Mid-Century-Teakton gebeizt und zum Schluss mit einem sehr hochwertigen, hoch strapazierfähigen Klarlack versiegelt. Gerade bei gerettetem Furnier ist eine solche Versiegelung essenziell, damit der Tisch den täglichen Anforderungen eines Besprechungsraums auch langfristig standhält.

Das Untergestell wurde separat behandelt und in klassischem Schwarz lackiert. Diese Kombination aus warmem Holzton und dunklem Gestell verleiht dem Tisch eine zeitlose Eleganz und lässt ihn hervorragend mit modernen Besprechungsstühlen kombinieren. Genau so steht er nun auch in seinem neuen Zuhause: als stilvoller Mittelpunkt eines modernen Konferenzraums.

Mit einer Länge von 3,60 Metern war dies bislang der größte Tisch, den ich aufgearbeitet habe. Ein Projekt, das nicht nur handwerklich anspruchsvoll war, sondern auch sehr schön zeigt, wie gut sich Vintage- und Mid-Century-Möbel mit zeitgenössischem Interior verbinden lassen. Alte Möbel bringen Wärme, Charakter und Geschichte in Räume – gerade dort, wo sonst oft auf nüchterne Lösungen gesetzt wird.

