vorher-nachher: Küchentisch statt Sperrmüll

Dieser massive Buchenholztisch stand eigentlich schon auf dem Sperrmüll. Eine Freundin hatte ihn dort entdeckt, gerettet und mich gefragt, ob sich daraus noch etwas machen ließe – viel zu schade, um entsorgt zu werden. Kurzerhand lagerte der Tisch erst einmal im Keller, bis klar war, was aus ihm werden könnte.

Tatsächlich suchten Freunde von mir gerade einen kleinen Küchentisch. Das Design gefiel ihnen grundsätzlich gut, vor allem die schwarzen Tischbeine, die sie unbedingt behalten wollten. Ihr Wunsch war klar: kein radikales Makeover, sondern eine sorgfältige Aufarbeitung der Tischplatte.

Die Beine waren ursprünglich zu niedrig und bereits mit Holzklötzen erhöht worden. Diese Konstruktion habe ich fachgerecht überarbeitet, sodass der Tisch nun stabil und ergonomisch passt. Anschließend habe ich Tischplatte und Zargen sorgfältig abgeschliffen. Darunter kam ein wunderbar lebendiges Buchenholz zum Vorschein.

Versiegelt wurde die Oberfläche ausschließlich mit Hartwachsöl – eines meiner Lieblingsprodukte. Es schützt das Holz zuverlässig, ohne die Oberfläche künstlich wirken zu lassen, und betont die natürliche Maserung auf eine sehr warme, ehrliche Art.

Heute steht der Tisch wieder in einer Küche, wird täglich genutzt und ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Für mich ein perfektes Beispiel dafür, dass Möbel-Upcycling nicht immer maximale Veränderung braucht. Manchmal reicht eine gute handwerkliche Aufarbeitung, um ein Möbelstück wieder wertzuschätzen – und ihm ein neues Zuhause zu schenken.

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