vorher-nachher: 50er-Jahre-Globus als Barwagen
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In einer bekannten Trödelsendung habe ich einen ganz besonderen Globus aus den 1950er Jahren ersteigert. Ein Modell, das sich öffnen lässt und dafür gedacht ist, Spirituosenflaschen im Inneren aufzubewahren. Schon beim Kauf war klar: Dieser Globus hat enormes Potenzial – nicht als Einzelstück, sondern als Teil eines größeren Upcycling-Projekts.

In dem Unterformat der Sendung, in dem ich viele meiner Werkstattprojekte umsetze und zeige, was nach dem Kauf mit den Objekten passiert, entstand daraus ein außergewöhnlicher Barwagen. Grundlage war ein alter Transportwagen aus Metall, den ich gezielt für dieses Projekt besorgt habe. Gemeinsam mit meinem Metallbaukollegen Heinrich wurde der Wagen in seiner Werkstatt umgebaut und weiterentwickelt.

Wir haben ein Rohr gebogen und direkt an das Metallgestell geschweißt, sodass eine integrierte Stehleuchte entstand. Damit wurde der Barwagen nicht nur funktional, sondern auch zu einem echten Statement-Piece. Ergänzt habe ich den Wagen mit altem Holz, das dem Industrial-Charakter zusätzliche Wärme verleiht.

Der Globus selbst wurde ebenfalls überarbeitet. Das Gestell habe ich nachpatiniert und den ursprünglichen Fuß gegen eine alte Vespa-Felge getauscht, sodass er optisch perfekt mit dem Metallwagen, dem Holz und der Leuchte harmonieren. Mit ein paar gezielten Details entstand so ein sehr stimmiges Gesamtbild – ungewöhnlich, fantasievoll und handwerklich sauber umgesetzt.


Der Barwagen wurde direkt nach Ausstrahlung der Folge nach Berlin verkauft. Ein schönes Beispiel dafür, wie aus einem einzelnen Fundstück durch kreative Planung, handwerkliche Zusammenarbeit und Mut zu neuen Ideen ein echtes Unikat entstehen kann.

